
Kunst im Kehl
Im Restaurant Kehl, teilweise auch im Foyer, stellen namhafte Künstlerinnen und Künstler ihre Werke aus. Unter ihnen sind auch Mieterinnen und Mieter des Alterszentrums Kehl. Die Werke mögen sich in Stil, Technik und Bildsprache unterscheiden. Allen ist jedoch gemein, dass sie die kulturelle Vielfalt im Kehl prägen.
Wir sehen es als grosses Glück, wenn Künstlerinnen und Künstler - zum Teil auch nach einer grösseren Zeit der Abstinenz - wieder zum Pinsel oder Farbstift greifen, ihre ungebändigte Kreativität ausleben und die positiven Impulse, die das Kehl bietet, in neuen Werken umsetzen.
Die Vernissagen setzen den Ausstellungen das i-Tüpfelchen auf. Schauen Sie doch mal rein bei uns.

Marina Martins wurde 1958 in Brasilien geboren, als vierte von sieben Töchtern. Sie stammt aus einer Künstlerfamilie; Wohl deshalb waren schon in ihrer Kindheit Erforschen, Entdecken und Zeichnen die Lieblingsbeschäftigungen. Hier in der Schweiz und in Deutschland hatte sie Malereikurse und auch Gestaltung in verschiedenen Techniken absolviert.
Marina Martins malt einen Teil ihrer Bilder mit Acrylfarben; sie arbeitet auch mit Mischtechnik.
Sie nimmt die Einwirkungen ihrer Umgebung und der Natur auf, sie und ihre Sinne nicht bloss wahr, sie interpretiert diese Eindrücke auch.
Durch die von ihr geschaffenen Bilder macht sie ihre ganz persönliche Interpretation ihrer Sinneseindrücke den Betrachterinnen und den Betrachtern ihre Werke zugänglich. Das Gleiche gilt für ihre Visionen, soweit sie Motive ihrer Bilder sind.
Die Künsterin erachtet die Technik der Collage als besonders gut geeignet, um ihre Freude am Experimentieren in ihre Werke einfliessen zu lassen. Ihre Collagen aus farbigem Papier, aus Zeitungen und aus Stoffen führen die Betrachterinnen und Betrachter in ein Reich der exotischen Farbenpracht. Die erwähnten Werke waren bereits in mehreren Ausstellungen zu sehen.
Marina Martins sagt: "Mit meinen Werken möchte auf die einmalige Schönheit unserer Erde aufmerksam machen."
Vernissage am 17. Mai 2026, 15:00 Uhr

Loredana Caponata, geboren 1979 in Baden, ist eine zeitgenössische, symolistisch-figurative Porträtkünstlerin mit expressiver Bildsprache. Sie ist autodidaktisch und hat sich ihre Fähigkeiten vollständig selbst angeeignet. Durch eigenes Ausprobieren, Beobachten und unermüdliches Lernen entwickelte sie einen ganz persönlichen, unverkennbaren Stil.
Bereits beim ersten Blick auf ihre Arbeiten wird deutlich: Jede Frau ist einzigartig. Jede erzählt ihre Geschichte - nicht immer eine schöne. Viele dieser Frauenporträts nennt sie liebevoll "meine adligen Tanten", weil es so viele sind. Jede Tante erzählt ihre eigene Geschichte und trägt ihre eigene Persönlichkeit, Verletzlichkeit, Stärke und Würde in sich. Gerade deshalb sind die Ausdrucksformen ihrer Proträts so intensiv, so verletzlich und zugleich kraftvoll.
Jede Frau hat das Recht, frei zu sein, selbst über ihr Leben und ihren Körper zu entscheiden und respektvoll behandelt zu werden.Historisch wurden viele Frauen jedoch nicht respektvoll behandelt. Ihre schöpferische, intuitive Kraft wurde bewusst unterdrückt, aus Angs vor ihrer Macht, weil man ihre Stärke fürchtete und sie nicht ausleben lassen wollte.
Caponatas künstlerischer Weg begann in einem einschneidenden Jahr, in dem sie mehrere Monate krankheitsbedingt zu Hause bleiben musste. In dieser stillen, intensiven Zeit fand sie Zugang zu ihrer inneren Bildwelt. Mit Stift, Farbe und Papier begann sie, Frauen zu zeichnen, jede ein Spiegel von Gefühl, Geschichte und innerer Wahrheit.
Seidem entstanden über 250 Frauenporträts: ausdrucksstarke, symbolgeladene Figuren, die von Stärke, Verletzlichkeit, innerer Schönheit und dem Mut zum eigenen Wesenskern erzählen. Mit ihrer Kunst gibt Loredana Caponata Frauen ihre Stimme zurück und macht sichtbar, was über Jahrhunderte unterdrückt wurde: die schöpferische, intuitive und kraftvolle Essenz des Weiblichen.
Ihr Stil ist unverkennbar: intuitive Linien, dekorative Sybolik, starke figürliche Formen und ein poetischer Ausdruck, der tief berührt und zugleich stärkt. Jede Figur trägt ihre eigene Geschichte, ihre Verletzungen, ihre Schönheit und ihre Würde - und wird so zur Königin ihrer selbst, zur Verkörperung einer Kraft, die nicht mehr übersehen werden kann.
Jede von ihnen ist eine Königin, auch wenn sie es vergessen hat. Einzigartig wie ein Rohdiamant.
Die Unterdrückung weiblicher Kraft ist kein Zufall, sondern ein erlerntes System. Sie sichtbar zu machen ist der erste Schritt, sie zurückzuholen.
zum wiederholten Mal dürfen wir bei uns als Aussteller begrüssen:
Verena Dollenmeier Beatrice Dreier
Rita Gafner Christine Gutbub
Verena Huber René Marbacher
Monica Oetterli Tom Siegwart
Das Bild Metamorphose, welches ein gebrochenes Herz zeigt, aus dem eine Rose mit zwei seitlichen Ablegern wächst, symbolisiert mein sehr bewegtes Leben. Es zeigt, dass sogar nach sehr schmerzhaften Erlebnissen eine Wandlung möglich ist.
Im Jahr 1989 erlitt ich während einer sehr schwierigen familiären Situation einen Burn-out. Nachdem ich mich einigermassen davon erholt hatte, begann ich wieder Aquarelle zu malen, vor allem Blumen- und Landschaftsmotive. Dieser schöpferische Ausdruck hat mir viel Freude, Erfüllung gegeben. Der Beginn dieser Art der Malerei war natürlich zaghaft, Versuche die gut gelungen waren, andere die mich irritierten. Es war eine ereignisreiche, bereichernde, manchmal an Vezweiflung grenzende Reise.
Ich habe die Herausforderung angenommen, habe mich in diversen Techniken versucht, dies und das ausprobiert, bis ich schlussendlich den Ausdruck, die Techniken fand, die mir am meisten Freude, Erfüllung und Gelingen brachten. So durfte ich mich als Künstlerin weiterentwickeln, diese Wandlung liess mich auch menschlich wandeln, brachte mir neue Erkenntnisse, half mit aufzustehen, mutig voranzuschreiten.
Manchmal staunte ich, was für schöne, farbige Bilder ich in der Lage war anzufertigen. Welche Leichtigkeit, welche Freude sie ausdrücken. Wie es mir gelang, all diese technischen Details zur schönen Vollendung zu bringen. Oftmals nach Stunden der Malerei, wenn ich dann müde und erstaunt meine Arbeiten betrachtete, fühlte ich mich so frei, so leicht, beschwingt. Die Müdigkeit, der Hunger, der Durst waren verflogen, nur Freude erfüllte mich. Dies waren unvergessliche Momente des Glücks, der Dankbarkeit, der Erfüllung. Mir kam es vor, die Bilder seien meine seelischen "Kinder".
Ein weiterer schmerzhafter Schiksalsschlag forderte mich 2019 durch einen Herzinfarkt heraus. Diese Zäsur brachte glücklicherweise eine Wandlung in meinem Leben. Nachdem ich mich einigermassen davon erholt hatte, begann meine intensivste, kreativste Zeit. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu malen, investierte meine ganze Energie in der Malerei, was wiederum zu meiner Gesundung half.
Eine gute Freundin lud mich ein, in einer Residenz meine Bilder auszustellen. Dadurch wurde ein Traum für mich wahr. Ich durfte mehrere Menschen durch diese schöne Ausstellung führen, mich mit ihnen über meine Arbeiten austauschen, was für mich beeindruckend war.
Ich bin sehr dankbar, habe ich diese Gabe mich schöpferisch auszudrücken, damit anderen Menschen und mir Freude zu bereiten. Jede Ausstellung, jedes verkaufte Bild bedeutet für mich eine Genugtuung.
Auf Wunsch führe ich gerne Interessierte durch die Ausstellung. Kontakt über www.ottiliadeflorin.ch





Ab dem 10.8.2024 stellt Yvonne Meyer-Längle ihre Werke unter dem Titel «Farbenrausch zum Vierten» im Restaurant Kehl aus.
Vernissage: 10.8.2024, 15h im Kehl
Laudatio: Connie de Naef
Künstlerin findet Lebensfreude in abstraktem Malen: Ein inspirierendes Comeback nach Schicksalsschlägen
Die spätberufene Künstlerin, die nach einer Krebsdiagnose zum Malen fand, begeistert mit ihrer einzigartigen Pouring-Methode und abstrakten Malerei. Trotz vieler Schicksalsschläge und gesundheitlicher Herausforderungen hat sie sich dem Malen verschrieben und damit eine neue Lebensenergie entdeckt.
Nach einer Operation und einer ersten Chemotherapie war sie zunächst krebsfrei. Doch nach dreieinhalb Jahren kehrte der Krebs zurück. Trotz dieser Rückschläge gibt sie nicht auf und nutzt das Malen als eine Quelle der Kraft und des Trostes. Ihr Zuhause ist ein lebendiges Zeugnis ihrer Leidenschaft: Überall hängen ihre farbenfrohen und ausdrucksstarken Bilder.
Besonders beeindruckend sind ihre Werke, die Elefanten als wiederkehrendes Motiv zeigen. Diese majestätischen Tiere symbolisieren für sie Stärke und Durchhaltevermögen, Qualitäten, die sie auch in ihrem eigenen Leben verkörpert. Die lokale Fernsehsendung „Mis dihei“ von Tele M1 war bereits zu Besuch und hat ihre inspirierende Geschichte und ihre kunstvoll gestalteten Wände vorgestellt.
Neben ihrer Kunst ist die Künstlerin auch ein grosser Fan von Schlagermusik, die sie während des Malens oft begleitet und ihr zusätzliche Freude bereitet.
Ihre Geschichte zeigt, wie Kunst als heilende Kraft wirken kann. Sie hat ihre Leidenschaft spät im Leben entdeckt, doch sie lebt jetzt lebendiger denn je durch ihre Kunst. Jeder Pinselstrich und jede Farbschicht erzählen von ihrem Mut, ihrer Stabilität und ihrer Lebensfreude.






Ab dem 1.5.2024 stellt Karin Rüegg ihre Werke unter dem Titel « … im Zweifel für die Liebe» im Restaurant Kehl aus.
VERNISSAGE: 4. Mai 2024, 15h im Kehl
Begrüssung: Florian Immer
Laudatio: Christine Egerszegi
Karin Rüegg ist eine vielseitige Künstlerin, eine, die mit ihren Gedichten Worte zu Bildern wachsen lässt und als Kunstmalerin aus Bildern mit Farben und Formen zu uns spricht.
Und immer wieder bin ich fasziniert von ihren Bildern, den Farben, der Bedeutung ihrer Bildersprache. War es früher ein Aufbrechen in neue Räume, mit dem Schwung der Striche, und der Leichtigkeit des Augenblicks über alle Grenzen hinweg, ist ihre Kunst heute wieder konkreter geworden. Die Farben sind fast noch dichter geworden, die Motive konkreter, greifbarer.
Dabei spielen Rosen eine wichtige Rolle: Für Karin Rüegg ist sie ein Plädoyer für die Freude, die Liebe. Sie malt aber keine Abbilder der Rose, sondern Zeichenbilder mit intensiver Farbe, vereinfacht spielerische Formen, die den Betrachter ins Innere führen, oder hindurch in eine andere Realität. Man muss sie entschlüsseln. Man muss sich entführen lassen. Der Weg führt durch die Liebe.
Das zweite Motiv ist die Friedenstaube. Was könnten wir der Welt mehr wünschen als Freude, Liebe und Frieden. Die Zeichen dafür, im Spiel mit Farben und Formen könnten nicht schöner überbracht werden.
aus der Laudatio von Christine Egerszegi
GEDICHTLESUNG: 26.5.2023, 15h im Kehl
Ich lese aus meinen Gedichtbänden.
Moderation: Corinne Rufli
Musikbegleitung: Monika Mayer
Bis am 26.4.2024 können Sie im Restaurant Kehl Werke von Anita Sonnenmoser geniessen.
Ihre Motive sind inspiriert von der Vielfalt der Farben und Formen der Natur. Bildliche und abstrakte Landschaften aber auch der menschliche Körper sind oft gewählte Motive in ihrem Schaffen. Ihr Können gerade auch im Freizeichnen zeigt sich in den diversen Bildern, in welchen sie alltägliche Gebrauchsgegenstände beinahe fotografisch festhielt, die trotz ihrer Banalität anmutig schön erscheinen. All ihren Bildern gemein ist der ihnen eigentümliche Rhythmus, der sich sowohl im Gesamten, als auch in einzelnen Teilen ihrer Werke äussert.






Vom 3.9.23 bis 5.1.2024 stellte Marina Martins ihre Kunstwerke aus.
Sie wurde in Brasilien als vierte von sieben Töchtern in eine Künstlerfamilie geboren. Wohl deshalb waren schon in ihrer Kindheit Erforschen, Entdecken und Zeichnen ihre Lieblingsbeschäftigungen. In der Schweiz und in Deutschland absolvierte sie diverse Kurse in verschiedenen Gestaltungstechniken. Wenn eines ihrer Werke entsteht, nimmt sie nicht nur ihre Umgebung und die Natur um sie herum mit allen Sinnen war, sondern sie interpretiert diese Eindrücke auch. Mit den geschaffenen Bildern macht sie ihre persönlichen Interpretationen ihrer Sinneseindrücke den Betrachterinnen und Betrachtern zugänglich. Ihre Experimentierfreude lebt sie vor allem mit der Technik der Collage aus. Ihre Collagen aus farbigem Papier, Zeitungen und Stoffen führen die Betrachterinnen und Betrachter in ein Reich der exotischen Farbenpracht. Marina Martins sagt zu ihren Werken: «Mit meinen Werken möchte ich auf die einmalige Schönheit unserer Erde aufmerksam machen.»









Ausstellung der Bilder von Marlies Stutz im Restaurant Kehl vom 17.3.-31.7.2023
Die Künstlerin Marlies Stutz schreib über sich:
Im Kindesalter haben mich schon die Farben interessiert. Ich liebte es, mit Farbstiften bunte Bilder zu malen, besonders liebte ich Blumen, Tiere und Landschaften. Ich konnte mich so in die Bilder vertiefen, dass ich rundherum alles vergessen habe und so ist es heute noch. Ich habe mich immer gefreut über das Gezeichnete oder Gemalte.
Meine Kindheit verbrachte ich auf einem Bauernhof und so bewegte ich mich viel in der Natur, freute mich Kehl intern Künstlerin Marlis Stutz Kunst im Kehl über das Wunder dieser schöpferischen Pracht. Leider blieb mir nicht viel Zeit für diese Muse, da ich viele andere Aufgaben zu erledigen hatte.
Einige Jahre vergingen in meinem Leben, da berührte mich wieder die Magie der Farben. Ich besuchte Bilderausstellungen und war zutiefst fasziniert.
Da fasste ich den Entschluss, bei Heidi Widmer aus Wohlen einen Kurs zu belegen. Da ich ja voll berufstätig war, hatte ich wenig Zeit mich der Malerei zu widmen. Wieder verging einige Zeit, da entdeckte ich in der Tageszeitung eine kleine Annonce über Malkurse. Somit war der Start gegeben meine Kunst auszuüben. Das Eintauchen in die Magie der Farben, das Losgelöstsein und zur Ruhe kommen hat mich inspiriert und seitdem nicht mehr losgelassen.
Bei Frau Hamzavi, Künstlerin aus Nussbaumen, habe ich ebenfalls mehrere Kurse belegt und die verschiedenen Techniken kennen gelernt, wie z. B. Aquarell, Öl und Acryl. An diversen Lokalitäten habe ich bereits meine Bilder ausgestellt:
– Kulturzentrum Bürgisserhus, Berikon
– Singisenforum Muri – Gewerbeausstellung Zug
– Zweimal im Alterszentrum Schenkenbergerthal, Schinznach-Dorf
«Ich freue mich, wenn die Bilder eure Herzen berührten und das eine oder andere eurer Wohnzimmer zierten!»
Herzlichen Dank
Eure Marlis Stutz










